Evaluation der HZV-Verträge

Neben dem Ziel der Hausarztzentrierten Versorgung nach § 73 b SGB V die Rolle des Hausarztes zu stärken und durch seine Rolle als Lotse die Versorgung der Patienten zu koordinieren, sollen in der HZV vorhandene Ressourcen besser verteilt werden (beispielsweise durch die Verringerung von Doppeluntersuchungen oder weniger Krankenhausaufenthalten durch Präventionsmaßnahmen und eine engmaschige Betreuung). 

Inwiefern das Modell der HZV die angestrebten Zielen erreicht, wird regelmäßig durch die mit der Evaluation der HZV betrauten Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main evaluiert.  

Die Studienergebnisse belegen, dass die intensivere Behandlung in der HZV in Baden-Württemberg hilft, mehr als 4 000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr zu vermeiden und dabei gleichzeitig die Arzneimittleausgaben pro Patient und Jahr um 100 Euro gegenüber der Regelversorgung zu senken. 

Im Durchschnitt haben HZV-Patienten drei Hausarztkontakte mehr pro Jahr, überflüssige Behandlungen nehmen durch die Steuerungsfunktion des Hausarztes dabei aber gleichzeitig ab (unkoordinierte Facharztkontakte liegen in der HZV etwa 20% unter denen der Regelversorgung). Aufgrund der konsequenten Arztneimittlesteuerung werden bedeutend weniger Medikamente verschrieben, wodurch schon ohne Rabattierung eine Einsparung um 100 Euro pro Jahr und Patient gegenüberder Regelversorgung zu erreichen ist. 

Sie möchten die Ergebnisse genauer nachlesen? Alle Daten und Fakten finden Sie ausführlich in den Ergebnisberichten:

Ergebnisbericht HZV-Evaluation (Datengrundlage 2008-2010)
Ergebnisbericht HZV-Evaluation (Datengrundlage 2011-2012)