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"Wie funktioniert die alternative Regelversorgung in Baden-Württemberg?"

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G e m e i n s a m e   P r e s s e m i t t e i l u n g

Selektivverträge mit weit über 5.000 teilnehmenden Ärzten in Baden-Württemberg mustergültig  -  Gesundheitsminister Gröhe bestätigt Qualität und Patientennutzen

Stuttgart, 08.12.2015 – Dass der Hausarztvertrag (HZV) und die Facharztverträge von AOK, Hausärzteverband und MEDI in Baden-Württemberg zu einer besseren Betreuung der Patienten führen, haben bereits zwei wissenschaftliche Studien der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg eindeutig belegt. Nun kommt die Bestätigung des Bundesgesundheitsministers, Hermann Gröhe, hinzu. Bei seinem Gespräch mit den Vertragsspitzen am Dienstag (08.12.2015) in Stuttgart ließ Gröhe keine Zweifel aufkommen: „Selektivverträge können die Versorgung der Patienten verbessern. Denn sie bauen Brücken zwischen den Versorgungsbereichen und Fachrichtungen und fördern die Zusammenarbeit, zum Beispiel von Haus- und Fachärzten, im Sinne der Patienten. Deshalb haben wir bereits im vergangenen Jahr die Gestaltungsspielräume bei der hausarztzentrierten Versorgung erweitert. Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz wurden die Abschlüsse von Selektivverträgen weiter erleichtert. Die AOK und ihre ärztlichen Partner liefern ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die ambulante ärztliche Versorgung gestärkt werden kann.“

Im Gespräch mit den Vertragspartnern wurde schnell klar, dass die Verträge sich gleichermaßen durch Qualitätsorientierung, Patientennutzen und Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Sie sind nicht nur Garanten für eine flächendeckende und zukunftsweisende medizinische Versorgung im Land, sondern leisten angesichts eines drohenden Hausarztmangels auch einen gewichtigen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Arztberufes. Die Südwestzahlen sind eindrucksvoll: So nehmen derzeit rund 1,4 Millionen Versicherte sowie fast 4.000 Haus- und Kinderärzte am AOK-Hausarztvertrag teil. An den Facharztverträgen, bei denen neben der AOK auch die Bosch BKK Vertragspartner auf Kassenseite ist, sind rund 1.500 Fachärzte und über eine halbe Million Versicherte Teilnehmer.

Die Rechnung der Vertragspartner im Südwesten, eine bessere Alternative zur herkömmlichen Versorgung zu etablieren, ist voll aufgegangen: „Gesundheitspolitische Ziele, wie die Stärkung der niedergelassenen Ärzte, hohe Qualitätsorientierung für unsere Versicherten und eine bessere Vernetzung sind in Baden-Württemberg damit Wirklichkeit“, resümiert Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. Gerade chronisch kranke Menschen profitierten nachweislich von der strukturierteren Versorgung – etwa durch Reduzierung vermeidbarer Krankenhauseinweisungen und rationalere Arzneimitteltherapie.

„Die HZV ist die wichtigste Errungenschaft der letzten Jahrzehnte und aus den Hausarztpraxen nicht mehr wegzudenken“, ergänzt Dr. Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzte­verbandes Baden-Württemberg, „sie bringt mit der einfachen Vergütungsordnung endlich eine planbare, angemessene und feste Bezahlung, so dass wir uns voll auf die Belange unserer Patientinnen und Patienten konzentrieren können.“

Die Vertragspartner kündigten im Austausch mit dem Minister an, ihren Vertragsweg konsequent weiter zu gehen. Mit den Urologen soll im kommenden Jahr bereits die siebte Facharztgruppe eingebunden werden. Gerade durch die Facharztverträge profitieren die Patienten von der strukturierteren Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten: „Termine innerhalb von 14 Tagen oder schneller, mehr Zeit für Patientengespräche und die Förderung innovativer Behandlungsmethoden sind handfeste Vorteile, die sich daraus ergeben“, fasst Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland zusammen. Die bessere Vernetzung der Haus- und Facharztpraxen wollen die Vertragspartner künftig noch stärker befördern und pilotieren hierfür derzeit innovative IT-Strukturen.

Die Verträge im Südwesten setzen auch auf zukunftsorientierte Teamstrukturen in den Praxen. Dazu tragen vor allem speziell weitergebildete Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis (VERAH) bei, die den Hausarzt wirkungsvoll entlasten, etwa bei der Durchführung von Routinehausbesuchen. Mittlerweile sind 2.255 VERAHs in Baden-Württemberg im Einsatz – das ist knapp ein Drittel aller VERAHs bundesweit (7.155). Dafür steht den HZV-Praxen mit dem VERAHmobil ein von den Vertragspartnern geförderter Kleinwagen zur Durchführung von Hausbesuchen zur Verfügung. In den Facharztverträgen in Baden-Württemberg wurde 2014 das Pendant zur VERAH in Form der Entlastungsassistentinnen in der Facharztpraxis (EFA) eingeführt. EFAs übernehmen ebenfalls delegationsfähige Aufgaben und tragen dadurch zur Arztentlastung und zur weiteren Verbesserung der Patientenversorgung bei.

Kontakt (Pressestellen):

AOK Baden-Württemberg – Telefon: 0711 2593-229
MEDI Baden-Württemberg – Telefon: 0711 806079-223
Hausärzteverband Baden-Württemberg – Telefon: 0172 201 0390

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