News

Landesgesundheitskongress in Esslingen

09. Oktober 2019

Die Themen des diesjährigen Landesgesundheitskongresses standen im Fokus von Public Health. Neben der Gesundheitsberichterstattung, der Kinder- und Jugendgesundheit sowie dem Gesundheitsschutz fand auch eine Podiumsdiskussion mit Minister Manne Luche sowie Prof. Dr. Stefan Ehehalt vom Gesundheitsamt in Stuttgart und Dr. Bärbel-Maria Kurth vom Robert Koch-Institut in Berlin statt.

Minister Lucha betonte, dass es für Baden-Württemberg entscheidend sei, den Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) mit seinen vielfältigen Aufgaben auszubauen, um neben der Erweiterung der personalisierten Medizin, auch stärker die Gesundheitsförderung und Prävention zu implementieren. Der Vorteil des ÖGD läge deutlich darin, dass er damit keine monetären Interessen, sondern das Gemeinwohl verfolge. Baden-Württemberg weiche deutlich vom im BMG spürbaren Zentralismus ab, jedoch sei es notwendig, denn die regionalen Probleme seien nur in den Ländern bzw. auf kommunaler Ebene lösbar.  

Frau Dr. Kurth wiederum betonte die Bedeutung von Public Health für Deutschland sowie dessen Aufholbedarf gegenüber anderen europäischen Ländern. Aber auch innerhalb Deutschland verwies sei auf deutliche Unterschiede, so sei die Lebenserwartung in Baden-Württemberg gegenüber Mecklenburg-Vorpommern um ca. 10 Jahre verlängert, was auf das höhere Einkommen in Baden-Württemberg zurückzuführen sei. Ein Lösungsansätze könne eine verstärkte  Netzwerkbildung der Akteure sein, die derzeit im Aufbau sei. Prof. Dr. Ehehalt verwies auf bereits funktionierende Netzwerke in Stuttgart, die nicht nur bei der Gesundheitsberichterstattung, sondern bei vielen weiteren Projekten des Gesundheitsamtes Stuttgart genutzt würden. Bei ihnen läge die Herausforderung vielmehr darin die Umsetzung der Projekte Stuttgarts auch auf die regionalen Strukturen zu übertragen, sowie die damit notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen.

Zurück