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Landarztquote ist keine Hilfe für die aktuellen Probleme

Stuttgart – 15. April 2019. Aktuell wird in der Politik über die Forderungen einer Landarztquote für Hausärzte diskutiert. Diese Landarztquote lehnt der Hausärzteverband allerdings ab und befürwortet stattdessen den Ausbau der Studienplätze. Junge Mediziner müssen mit lukrativen Angeboten nach Baden-Württemberg gelotst werden.

Um den aktuellen Versorgungsbedarf abzufedern, wird der Ausbau der Studienplätze und die Forderung einer Hausarztquote nicht zeitnah helfen. Dr. Berthold Dietsche, Landesvorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg weist darauf hin: "Effekte des Ausbaus von Studienplätzen werden wir erst in ca. 10 Jahren sehen. Aus diesem Grunde ist der Ansatz der Landarztquote für Hausärzte bei Studienanfängern wenig hilfreich und hilft vor allem nicht, die aktuellen Versorgungsengpässe zu beheben." Der Hausärzteverband ist seit vielen Jahren um den ärztlichen Nachwuchs bemüht und versucht mit der Initiative www.perspektive-hausarzt-bw.de dem Nachwuchs das sich geänderte Berufsbild nahe zu bringen. Allein die finanziellen Mittel des Hausärzteverbandes reichen hier nicht aus, um die vielen Veranstaltungen und Aktionen flächendeckend umzusetzen. Hier fehlt es an Partnern die sich ebenfalls für eine Niederlassungsoffensive für junge Mediziner in Baden-Württemberg engagieren.

Bundesweit fehlen Hausärzte in der Versorgung der Patienten und der Kampf um die jungen Mediziner hat erst begonnen. Gegenüber den anderen Bundesländern konnte in Baden-Württemberg eine flächendeckende hausarztzentrierte Versorgung erreicht werden. "Durch die Etablierung der hausarztzentrierten Versorgung ist es uns in Baden-Württemberg gelungen, die Situation der Hausärzte zu verbessern und dem Nachwuchs eine Perspektive zu geben. Hier sind erste positive Zeichen bei den steigenden Zahlen der Facharztprüfungen für Allgemeinmedizin zu erkennen. Akut müssen die Rahmenbedingungen zur Niederlassung in Baden-Württemberg verbessert werden und eine bessere Honorierung der hausärztlichen Leistungen gewährleistet werden," ergänzt Dr. Dietsche. Um die aktuellen und anstehenden Probleme in der flächendeckenden Versorgung der Patienten durch Hausärzte zu lösen, bedarf es einer schnellen Umsetzung von Sofortmaßnahmen, die nicht erst in vielen Jahren wirken.  

 

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Kontakt:

Manfred King
Pressesprecher
Deutscher Hausärzteverband e.V.  – Landesverband Baden-Württemberg
Kölner Straße 18; 70376 Stuttgart; 0711-21747535
manfred.king@hausaerzteverband.de

 

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