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Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg: Das Pädiatriemodul erreicht in kürzester Zeit hohe Akzeptanz

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Stuttgart, 21.09.2015 – Vor knapp zwei Jahren, zum 1. Januar 2014, startete das PädiatrieModul als eigenständige Säule des Hausarztprogramms von AOK Baden-Württemberg, MEDI Baden-Württemberg, Hausärzteverband und Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Mittlerweile sind mehr als 300 Kinder- und Jugendärzte und deutlich über 80.000 junge Versicherte eingeschrieben. 

„Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen liegt über unseren Erwartungen und belegt, dass es gemeinsam gelungen ist, die modernen und speziellen Anforderungen der Kinder- und Jugendversorgung vollumfänglich abzubilden“, sagt Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Wie mit dem HZV-Vertrag insgesamt haben wir auch für den wichtigen Bereich Pädiatrie bundesweit Maßstäbe gesetzt und einen Qualitätssprung ermöglicht.“  

Das Modul umfasst einen umfangreichen Leistungskatalog, der wie in allen anderen Verträgen die Behandlungsqualität in den Fokus rückt und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse einbezieht. So sind ein Präsenzlabor (BB und CRP) – das eine schnelle Diagnose möglich macht und dadurch beispielsweise Fehlbehandlung mit Antibiotika vermeiden hilft – ebenso Vertragsbestandteil wie das Amblyopie-Screening. Sonografieleistungen oder sozialpädiatrische Beratung sind als Zuschlagsbzw. Einzelleistungen eingebunden. Kinder und Jugendliche, die in das Pädiatriemodul eingeschrieben sind, können zudem die kostenfreien Paed.Check-Vorsorgen in Anspruch nehmen. Diese erweiterten Vorsorgeuntersuchungen überprüfen und fördern nicht nur die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, sondern auch und gerade ihre emotionale, soziale und intellektuelle Entwicklung. 

Die pädiatrische Versorgungssäule im baden-württembergischen HZV-Vertrag bildet unsere Arbeit exzellent ab“, urteilt Dr. Roland Fressle, Landesverbandsvorsitzender des BVKJ. „Wir setzen nicht erst dann an, wenn eine Krankheit bereits aufgetreten ist, sondern richten die Aufmerksamkeit darauf, die Risiken schon im Vorfeld zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern.“ Zudem werde die Vorsorge auch für Kinder bis zum Abschluss des zehnten Lebensjahrs und danach für Jugendliche ausgedehnt. „Darüber hinaus wird das Pädiatriemodul kontinuierlich weiterentwickelt und an die Erfordernisse angepasst. So sind nunmehr auch Leistungen der Schwerpunktpädiatrie und Zusatzweiterbildungen enthalten“, so der BVKJ-Landesverbandsvorsitzende. Damit habe sich die Möglichkeit, ein individuelles, differenziertes Behandlungsangebot zu machen, abermals verbessert.  

Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, ergänzt: „Nicht zuletzt ist der Vertrag auch unter dem finanziellen Aspekt für die teilnehmenden Ärzte interessant.“ Der Fallwert liege stabil mehr als 50 Prozent über dem des Kollektivvertrags. „Der Beratungs- und Zeitaufwand ist in der Vereinbarung realistisch abgebildet, es gibt weder Budgetierung noch Fallzahlbegrenzung und der erhöhte Versorgungsaufwand sowohl für 2- und 3-Jährige als auch für Chroniker erfährt Berücksichtigung“, so Baumgärtner weiter.  

Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Dr. Berthold Dietsche, hebt hervor, dass die Transition im Pädiatriemodul sehr gut strukturiert und der Informationsfluss zum weiterbehandelnden Arzt verbindlich geregelt sei. Dies gewährleiste eine nahtlose Weiterbehandlung im Erwachsenenalter, was insbesondere bei chronischen Erkrankungen unerlässlich sei.  

 

Kontakt (Pressestellen):

AOK Baden-Württemberg – Telefon: 0711 2593-229
Bosch BKK – Telefon: 0711 811-30790
MEDI Baden-Württemberg – Telefon: 0711 806079-223
Hausärzteverband Baden-Württemberg – Telefon: 0172 201 0390

 

 

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