06. Mai 2021

Hausärzteverband begrüßt die Aufhebung der Priorisierung von AstraZeneca und fordert zum Tag der Hausarztmedizin die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung

Stuttgart, 06. Mai 2021 | Am 7. Mai feiern die Hausarztpraxen deutschlandweit den Tag der Hausarztmedizin. Mit dem Aktionstag wird zum sechsten Mal auf die Bedeutung der Hausarztpraxen für die Gesundheitsversorgung und auf die aktuelle Situation der Hausarztmedizin aufmerksam gemacht.

„Wir Hausärztinnen und Hausärzte sind mit unseren Teams die ersten Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Gesundheit. Wie wichtig diese Funktion für unser Gesundheitssystem ist, haben wir im vergangenen Pandemiejahr erneut unter Beweis gestellt. Die meisten Covid-19-Erkrankten wurde von Hausärzten versorgt und mit dem Impfstart in den Praxen konnten wir die Impfgeschwindigkeit deutlich steigern.“ erklärt Dr. Berthold Dietsche, erster Vorsitzender des Hausärzteverband Baden-Württemberg. „Damit wir nun den Impfturbo zünden können, brauchen wir aber von allen Impfstoffen genügend Dosen für die Praxen, mehr Flexibilität und vor allem mehr Vertrauen und Unterstützung durch die Politik. Die von Hausärztinnen initiierte Aktion „Impfen und Einkaufen“ hat gezeigt, wie schnell und unbürokratisch Impfen sein kann, da müssen wir hin. Dass die Priorisierung für AstraZeneca endlich aufgehoben wurde, ist ein erster Schritt der nun auch für die anderen Impfstoffe erfolgen muss.“

Insbesondere die bürokratische Belastung der Praxen müsse reduziert werden, ergänzt der zweite Vorsitzende Dr. Frank-Dieter Braun: „Die Praxisteams leisten in der aktuellen Situation unglaubliches. Vor allem wenn man bedenkt, dass bereits jetzt mindestens 600 Hausärzte in Baden-Württemberg fehlen und die Belastung auch ohne Pandemie groß ist.“ Die Politik müsse jetzt aktiv werden, um diese Versorgungslücke zu schließen und die Versorgung auch in der Zukunft sicher zu stellen. Welche Schritte hierfür notwendig sind, hat der Hausärzteverband hat in seinen zehn Forderungen zum Wahljahr 2021 konkretisiert. Dr. Braun erläutert: „Gegen den bereits jetzt bestehenden Hausärztemangel ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket notwendig. Ein Ziel muss es sein, die Attraktivität des Hausarztberufs zu erhalten. Dies kann gelingen, indem Versorgungsmodelle, wie die Hausarztzentrierte Versorgung (HzV), in der die Rolle des Hausarztes gestärkt und leistungsgerecht honoriert wird, ausgebaut und noch attraktiver für Ärzte und Patienten gestaltet werden.“

Über den Hausärzteverband Baden-Württemberg

Der Hausärzteverband Baden-Württemberg ist einer von 17 Landesverbänden des Deutschen Hausärzteverbands. Er vertritt die Interessen von über 4.000 Hausärztinnen und Hausärzten in Baden-Württemberg gegenüber der Ärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung, den Krankenkassen und den Landesministerien. Unsere Forderungen | Unsere Positionen

 

Pressemitteilung als pdf

> Unsere Forderungen zum Wahljahr 21

 

 

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