Zum Artikel
Audiobeitrag von all4radio mit Manuskripten:
(bitte erlauben Sie etwas Ladezeit)
all4radio_hausarztprogrammnews Manuskript(bitte erlauben Sie etwas Ladezeit)
all4radio_hausarztprogrammfeature Manuskript
all4radio_hausarztprogrammnews Manuskript
all4radio_hausarztprogrammfeature Manuskript
Hausarztverträge - um was es wirklich geht
Pressemitteilung ERNA 26.04.2010
ERNA Tabelle und Grafik
Pressemitteilung des Deutschen Hausärzteverbandes 25.03.2010
Was_bedeutet_Hausarztzentrierte_VersorgungSchwäbische Zeitung vom 25.08.09
Deutscher Hausärzteverband, 06.08.2009
Deutscher Hausärzteverband, 15.07.2009
kbv_studie_zeigt_mangelnde_effizienz_reiner_add-on_hausarztvertraege
Pressemitteilung der HÄVG, Köln; 13.07.2009
Wettbewerbswidrige Äußerungen von KBV und Köhler untersagt:
landgericht__hamburg__entscheidet_zugunsten_der_hvg_rz_ag
Deutscher Hausärzteverband, 30.06.2009
Deutscher Hausärzteverband - 30.06.2009.
Ärzte Zeitung online vom 23.06.09
Esslinger Zeitung vom 05.06.09
Ärztliche Praxis Newsletter vom 02.06.09:
Gesetzliche_Erlaubnis_privater_Abrechnungsstellen_in_Sicht
Über 8000 Ärzte zeigten ihren Unmut gegenüber der gemeinsamen Selbstverwaltung mit lautstarken Pfiffen, Transparenten und Zwischenrufen.
Presseerklärung zur Protestveranstaltung
Bericht in der Ärztezeitung vom 27.3.2009
Stuttgarter Zeitung vom 30.05.09
AOK-Versicherte_bekommen_Rabattmedizin
Medical Tribune vom 29.05.09
Hausärztezeitung, 26.05.2009
Teilseite_Runder_Tisch
Medical Tribune vom 22.05.2009
… von Ministerpräsident Oettinger und Ministerin Stolz für die niedergelassenen Ärzte.
Pressemitteilung von MEDI und dem Deutschen Hausärzteverband Stuttgart, den 20.05.09
Hausärzte in Baden-Württemberg, die Mitglied im Landeshausärzteverband sind, bekommen erstmals von der Rentenversicherung Honorar für die Nachbetreuung von Reha-Patienten.
Bericht in der Ärzte Zeitung, 24.03.2009
Stuttgarter Zeitung vom 22.01.09
Stuttgart, 24.07.2008. - Über 1000 Hausärzte und Hausärztinnen aus Baden-Württemberg haben sich seit dem 1.7.2008 für den Hausarztvertrag mit der AOK zur Teilnahme angemeldet. „Das Interesse übertrifft unsere kühnsten Erwartungen“ sagt Berthold Dietsche, Hausärzteverbandschef in Baden-Württemberg.
Stuttgart war kurz vor Weihnachten das Epizentrum eines Erdbebens in der Gesundheitspolitik. Erstmals verhandeln zwei Verbände, Hausärzteverband und Medi, mit der AOK über die komplette hausarztzentrierte Versorgung in einem Flächenland. Mit dem Zuschlag der AOK schlagen die Verbände ein neues Kapitel in der Geschichte frei verhandelbarer Verträge auf. Die KV ist außen vor.
"Bei den Honoraren streben wir den Status quo plus XXL an." Dr. Frank-Dieter Braun Vize-Chef des Hausärzteverbands in Baden-Württemberg
Hinzu kommt: Honoriert werden sollen die teilnehmenden Hausärzte - beide Verbände bringen im Südwesten etwa 4500 Hausärzte mit - dadurch, dass die Gesamtvergütung der KV nach einem noch auszuhandelnden Verfahren gekürzt wird.
Grundpauschale angesetzt, dann floaten die Punktwerte
Für den Hausärzteverband ist der Vertrag, der zum 1. Juli starten soll, der zentrale Hoffnungsträger, um dem "Elend des neuen EBM" zu entkommen: So werde etwa das Punktzahlgrenzvolumen in Baden-Württemberg bereits mit der Abrechnung der hausärztlichen Grundpauschale fast erreicht, berichtet Dietsche. Jede weitere Leistung werde nur noch mit floatenden Punktwerten vergütet.
Damit soll im AOK-Vertrag Schluss sein. "Es wird keine Punkte geben", kündigt der Vorstand an. Stattdessen strebe man eine "einfache pauschalierte Gebührenordnung" an. Verhandlungsbasis soll der Vorschlag des hausärztlichen Fachausschusses der KBV vom Januar 2007 sein. Der Fachausschuss hatte damals eine Berechnung vorgelegt, in der Praxismieten, Tarifverträge, Energiekosten und Abschreibungen berücksichtigt wurden. Die daraus ermittelten Gesamtkosten beliefen sich auf 276 000 Euro für eine Durchschnittspraxis bei einer angenommenen Scheinzahl von 800 Patienten. Bei unterschiedlicher Altersgewichtung errechnete der Fachausschuss eine Grundpauschale von 85 Euro im Schnitt.
Anpassung an steigende Morbidität ist noch nicht geklärt
"Die Kollegen können ihre bisherige EDV weiter benutzen." Dr. Berthold Dietsche Chef des Hausärzteverbands in Baden-Württemberg
Beim Hausarztvertrag soll die Jahr um Jahr steigende Morbidität berücksichtigt werden, fordern Dietsche und Braun. Wie dieser Anpassungsfaktor berechnet werden soll, sei aber noch ungeklärt. Dietsche und Braun bestreiten den Vorwurf der KBV-Spitze, sie verspielten das erreichte Ziel, das die Morbidität künftig von den Kassen getragen wird. Für den Verband ist zudem entscheidend, dass im AOK-Vertrag die Lotsenfunktion des Hausarztes tatsächlich etabliert wird, um das "Facharzthopping" zu beenden.
Ausdrücklich hat die AOK in ihren Ausschreibungsbedingungen verlangt, dass die teilnehmenden Ärzte auch andere AOK-Verträge, etwa nach Paragraf 73 c SGB V (besondere ambulante Versorgung) unterstützen. Dietsche hat damit auch mit Blick auf Medi kein Problem. Medi ist fachübergreifend organisiert und drängt für seine Fachärzte auf eigene Verträge. Bei der genauen Beschreibung der Schnittstellen zwischen der haus- und der fachärztlichen Versorgung "wollen wir aber natürlich dabei sein", betont Dietsche.
Das Verhältnis zu Medi beschreibt der Vorstand als "freundliches Zweckbündnis", programmatisch gehe man nur zum Teil gleiche Wege. So habe der Hausärzteverband in Baden-Württemberg mit Korbmodellen als Vorbereitung für einen GKV-Ausstieg, wie sie bei Medi diskutiert werden, nichts im Sinn. Das gelte auch für die Diskussion, die der Hausärzteverband in Bayern aktuell dazu führt. Dietsche: "Unsere Landesverbände sind hier völlig autonom."
Viel vorgenommen haben sich die künftigen Partner bei der EDV-Ausstattung der teilnehmenden Hausärzte. Denn diese sollen nach dem Willen der AOK bei der Verordnung Preisvergleichslisten berücksichtigen. "Die Kollegen können ihre bisherige EDV benutzen", beruhigt Dietsche. Verordner sollen auf die - werbefreie - Software zugreifen, um die AOK-Informationen berücksichtigen zu können.
In Sachen EDV zerstreut Dietsche Befürchtungen, wonach die teilnehmenden Hausärzte ihre Abrechnungsdaten direkt an die AOK liefern sollen: "Der Kollege stellt seine Unterlagen der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft zur Verfügung." Diese leitet die aggregierten Daten an die AOK weiter. Dietsche: "Nichts anderes macht auch die KV."
"Ein Angriff auf das KV-System"
Die Ausschreibung der AOK hat bei der KBV die Alarmglocken schrillen lassen. KBV-Chef Dr. Andras Köhler warnte in der Vertreterversammlung der KBV am 7. Dezember vor Fehlentwicklungen:
DOKUMENTATION
Was die AOK von Ärzten fordert
Die AOK macht ihren Partnern in der Ausschreibung unter anderem folgende Vorgaben: