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Gesund Reisen

Eine Urlaubsreise gehört zu den Höhepunkten im Jahr. Dies gilt umso mehr, je weiter die Reise von zu Hause wegführt. Doch andere Länder können auch fremde Gesundheitsrisiken bergen. Zu einer guten Urlaubsvorbereitung gehört auch der Check des eigenen Impfstatus. Mit Impfungen können die Risiken bestimmter Infektionskrankheiten vermieden werden. Einiges hängt aber auch von Ihrem eigenen Verhalten im Urlaub ab. Lassen Sie sich und Ihrem Körper Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Last-Minute-Reisen: Welche Impfungen sind noch möglich?

Was sind lmpfvorschriften und lmpfempfehlungen?
Mit Impfvorschriften will das Reiseland seine eigene Bevölkerung schützen und verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden. Empfohlene Reiseimpfungen hingegen sollen den Reisenden davor schützen, sich im Urlaubsland mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Informieren Sie sich ausführlich über das Reiseziel und die empfohlenen Schutzimpfungen. Diese Impfempfehlungen werden in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) regelmäßig aktualisiert. Länderspezifische Informationen zur Reisegesundheit erhalten Sie unter www.travelmed.de ;
Welche Reiseimpfungen sollte jeder Urlauber unbedingt haben?
Jede Reise sollte für Jeden Anlass sein, den Impfstatus zu überprüfen. Kleinkinder benötigen für eine Fernreise unbedingt einen aktuellen Impfschutz laut Impfkalender. Darüber hinaus sind je nach Urlaubsziel verschiedene Reiseimpfungen zu empfehlen. Diese schützen gegen Infektionskrankheiten, die in Deutschland nicht oder nicht mehr vorkommen. ;
Welche lmpfungen zählen zu den typischen Reiseimpfungen?
Zu den klassischen Reiseimpfungen zählen folgende Impfungen: Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber, Hepatitis B, Tollwut, Eitrige Hirnhautentzündungen (Meningokokken-Meningitis), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Selbstverständlich ist bei allen Reisen auch auf Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung (Poliomyelitis) zu achten. Über 60-Jährige sollten auch an Ihren Pneumokokken- und Grippe-Impfschutz denken. ;
Welcher lmpfschutz für welches Urlaubsziel?
Viele Auslandsreisen bergen unerwartete Gesundheitsrisiken: So kann es in manchen Ländern an Hygiene mangeln oder aber aufgrund dort vorhandener anderer Krankheitserreger zu schweren Infektionen kommen. Vorsorge ist der beste Schutz vor Reisekrankheiten. Ein ausreichender Impfschutz steht dabei ganz oben auf der Liste der Maßnahmen. Vor dem Antritt einer Reise sollten nicht nur die für das Urlaubsziel notwendigen speziellen Impfungen durchgeführt werden. Auch der allgemeine Impfstatus sollte überprüft werden. Nicht alle Reisenden denken heute an einen ausreichenden Impfschutz. Besonders der Trend zu Last-Minute-Reisen lässt kaum Zeit für eine ausreichende Vorbereitung auf gesundheitliche Risiken einer Urlaubsreise. ;
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Reiseimpfung?
Da der Impfschutz meist erst nach einigen Tagen wirksam wird, sollte das Impfprogramm möglichst 7 bis 14 Tage vor der Reise abgeschlossen sein. ;
Ab wann sollte man sich vor einer Auslandsreise um die notwendigen lmpfungen kümmern?
Jede Auslandsreise in südliche, subtropische und tropische Länder erfordert mindestens sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt eine ausführliche Beratung durch einen erfahrenen Arzt. Die benötigten Schutzmaßnahmen sind von Land zu Land verschieden. Darüber hinaus ändert sich die Lage häufig. Auch der Reisestil, wie beispielsweise Trekking durchs Landesinnere, Strandurlaub oder eine Bildungsreise, hat Einfluss auf die notwendigen Vorsorgemaßnahmen. ;
Wo erfahre ich, für welches Land ich welche lmpfungen brauche?
Die Hauptansprechpartner in Sachen Reiseimpfungen sind neben den staatlichen Gesundheitsämtern Ärzte und Apotheker. Es gibt ein Beratungsnetz von Ärzten und Apotheken, die sich dem TravelMED®-Service angeschlossen haben. Alle an dem Service beteiligten Praxen und Apotheken sind reisemedizinisch auf dem aktuellen Stand und kennen sich auch besonders gut mit den Impfempfehlungen aus. Eine Liste mit Arztpraxen und Apotheken in Ihrer Region finden Sie unter unter www.travelmed.de ;
Wo kann ich mich impfen lassen?
Die meisten Impfungen können von jedem Arzt oder Facharzt vorgenommen werden. Eine Ausnahme ist die Gelbfieberimpfung, die nur von ausgewiesenen Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden darf. Darüber hinaus wird auch in Gesundheitsämtern geimpft. Besonders auf Reiseimpfungen spezialisiert haben sich Arztpraxen, die an den TravelMED®-Service angeschlossen sind. Hier erhalten Interessierte alle reisemedizinischen Informationen und Impfungen, die für ein bestimmtes Urlaubsziel notwendig sind. ;
Wie wird die Reise-Hepatitis A übertragen?
Das Hepatitis A-Virus wird mit dem Trinkwasser und verunreinigten Nahrungsmitteln (Salate, Eis, Muscheln) und durch Schmierinfektion auf den Menschen übertragen. Ausreichenden Schutz vor der Infektion bietet die Impfung. Der Impfschutz tritt nach ein bis zwei Wochen ein. Eine zweite Impfung führt zu einem Langzeitschutz. Nach etwa zehn Jahren sollte eine Auffrischung erfolgen. ;
Was ist Gelbfieber und was kann man dagegen tun?
"Drei bis sechs Tage nach dem Stich der Aedes-Mücke, die Träger des Gelbfieber-Virus ist, können Infizierte an plötzlich auftretendem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen leiden. Später kann es dann zu einem zweiten Fieberschub kommen, der mit Gelbsucht, Kreislaufproblemen, Erbrechen von Blut und Darmblutungen einhergehen kann. Nicht alle Betroffenen erkranken. Bei Einreise in einige Länder, in denen das Gelbfiebervirus ""heimisch"" ist, ist eine Impfung vorgeschrieben. Diese darf jedoch nicht von jedem Arzt, sondern ausschließlich in von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lizenzierten Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden. ";
Stimmt es, dass in Deutschland immer wieder Fälle von Typhus auftreten?
"Das ist richtig. Typhus-Bakterien sind weltweit verbreitet und gelangen bei unzureichender Hygiene ins Trinkwasser. Heute ist Typhus in allen tropischen und subtropischen Ländern ""zu Hause"" und wird durch Urlauber nach Deutschland eingeschleppt. In Deutschland sind daher jährlich etwa 200 Typhus-Infektionen zu verzeichnen"; eine hohe Dunkelziffer wird befürchtet.
Wie beugt man am besten gegen Malaria vor?
Zur Vorbeugung vor Malaria ist zunächst einmal an einen ausreichenden Mückenschutz vor allem in den Abend- und Nachtstunden zu denken. Hierzu zählen körperbedeckende Kleidung, ein Moskitonetz sowie Cremes und Lotionen mit repellenter (abweisender) Wirkung. Darüber hinaus ist auf die richtige Chemoprophylaxe zu achten. Diese richtet sich nach der Erregerart, die am Urlaubsziel vorherrscht. Sie kann beispielsweise eine Woche vor Antritt begonnen und vier Wochen nach Ende der Reise beendet werden. ;
Warum gibt es keine lmpfung gegen Malaria?
Der Malaria-Erreger kommt in vielen verschiedenen Arten vor und ändert seine Form und Oberfläche während des Krankheitsverlaufs mehrmals. Aus diesem Grund ist es sehr schwierig, einen Impfstoff herzustellen, der gegen alle Arten und Stadien des Erregers wirkt. Daher ist die seit Jahren erprobte Chemoprophylaxe, also die Einnahme von Tabletten, zu empfehlen. ;
Können auch Kinder gegen Reiseerkrankungen geimpft werden?
Auch bei Kindern gilt: Reiseimpfungen nicht vergessen! Je nach Urlaubsland sind Impfungen gegen Hepatitis A, Typhus, Meningokokken und Gelbfieber zu empfehlen. Die Gelbfieberimpfung sollte bei Säuglingen allerdings erst ab dem 7. Lebensmonat erfolgen. Besonderheiten bestehen auch bei der Malariaprophylaxe. Prinzipiell gelten hier für Kinder dieselben Empfehlungen wie für Erwachsene. Ausnahmen sind Neugeborene und Säuglinge bis zu 6 Monaten. Sie können in mückenfreien Schlafräumen und mit einem richtig verwendeten Moskitonetz gegen die Überträgermücken geschützt werden. Aber auch hier gilt: Vorher immer zum erfahrenen Mediziner.;