Login
Infos zur Schweinegrippe
2010 02 22 Impfende Ärzte_Schweinegrippe
Impf-Flyer_für_Patienten


Neue Empfehlungen der DEGAM für Ärzte

Die neue Influenza A (H1N1) ist bislang für die große Mehrheit der Infizierten milde verlaufen. Sie breitet sich allerdings auch in Deutschland rasch aus, so dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis wir ähnliche Größenverhältnisse bekommen wie in Großbritannien. Dort sind allein letzte Woche schätzungsweise 55.000 neue Fälle aufgetreten. Für Ende August wird damit gerechnet, dass rund 9% aller Beschäftigten
wegen der Infektion ihrem Arbeitsplatz fernbleiben.

Wie die beiliegende Ausgabe Nr. 27/2009 des vom RKI herausgegebenen Epidemiologischen Bulletins zeigt (s. besonders Tab. 1), kann bei den Stadien der Entwicklung und Ausbreitung der pandemischen Welle
• ein frühes Stadium (1) und
• ein Stadium des anhaltenden Anstiegs (2) unterschieden werden.
• Der Übergang zwischen diesen epidemiologischen Stadien ist fließend.

„Das frühe Stadium 1 ist epidemiologisch durch das Auftreten einzelner Fälle definiert, die auf eine Einschleppung aus einem betroffenen Land/einer betroffenen Region, auf kurze Infektionsketten mit bekanntem Ursprung oder begrenzte Ausbrüche in der Allgemeinbevölkerung als Ursache zurückgeführt werden können. Stadium 2 ist charakterisiert durch das häufige Auftreten von Fällen in der Allgemeinbevölkerung,
die auf eine anhaltende und zunehmende autochthone Übertragung schließen lassen“ (Epidemiol. Bull. 27-2009).

Offensichtlich befinden wir uns gerade im Übergang bzw. am Beginn des Stadiums 2, so dass die bisherigen Ratschläge (bei jedem Verdachtsfall eine Diagnostik [PCR von Abstrichen aus Nase und Rachen] und bei bestätigten Fällen die Behandlung mit Neuraminidasehemmern) modifiziert werden sollten. Nach allen uns vorliegenden Berichten aus hausärztlichen Praxen im ganzen Land gestalten sich Diagnostik sowie Transport der Proben außerordentlich umständlich und zeitaufwändig.

Wenn die Schulen nach den Ferien wieder öffnen, sich die Infektion - insbesondere unter Schulkindern - massiv ausbreiten dürfte und die Praxen überfüllt sein werden, kann es durchaus sein, dass dieser Aufwand in bestimmten Regionen nicht mehr geleistet werden kann. Der beiliegende Algorithmus empfiehlt daher, mit diagnostischen Untersuchungen je nach regionaler Ausdehnung der H1N1-Übertragung unterschiedlich zu verfahren (siehe unter Punkt Diagnostik)

Im Folgenden listen wir – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – auf, welche Entwicklungen mit hausärztlicher Relevanz sich heute darstellen. Wir haben uns dabei nach bestem Wissen an verfügbaren nationalen und internationalen, wissenschaftlichen Quellen orientiert, geben aber aus Platzgründen keine Literaturzitate an. Jede Leserin und jeder Leser ist eingeladen, sich über die Links auf http://www.degam.de/H1N1.htmlselbst ein Bild machen.

 

Weitere Informationen:

Ganzer Artikel: DEGAM_Benefit_Schweinegrippe_26072009.pdf

DEGAM_Algorithmus_H1N1_260709.pdf

DGHMDesinfektionsmittelliste.pdf

H1N1_Modifikationsmglichkeiten_der_StrategieEpidBull_27_09.pdf

Broschüren bestellen
Bestellen Sie kostenfrei Infomaterial mit wissenswertem zu Ihrem Impfschutz
Impfempfehlungen
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) in Berlin spricht offizielle Empfehlungen aus, wie der Einzelne und die Gemeinschaft durch Impfungen vor übertragbaren Krankheiten geschützt werden können.

Impfempfehlung_Epi_Bul_30_09.pdf