Doch leider ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren.
Hier erfahren Sie, wie Sie sich vor Gebärmutterhalskrebs schützen können. Vor allem möchten wir Sie davon überzeugen, frühzeitig aktiv zu werden.
Was viele nicht wissen: Seit Anfang 2007 ist in Deutschland ein Impfstoff gegen die vier wichtigsten HPV-Typen und damit gegen Gebärmutterhalskrebs verfügbar. Deshalb unsere Empfehlung: Lassen Sie sich rechtzeitig Impfen.
Schon länger ist bekannt, dass humane Papillomviren (HPV) eine Reihe von Krankheiten auslösen: Neben dem Gebärmutterhalskrebs können dies Genitalwarzen aber auch Krebserkrankungen der Scheide und des äußeren Genitalbereichs sein. Meist heilt eine Infek-tion mit dem humanen Papillomvirus folgenlos aus. Ein Fünftel der Infektionen verläuft jedoch chronisch und kann Veränderungen bis hin zu unkontrolliertem Zellwachstum hervorrufen.
Bislang wurden Veränderungen am Gebärmutterhals, im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung einmal jährlich durch den Arzt festgestellt.
Der Gebärmutterhals bildet das untere Ende der Gebärmutter und mündet in die Scheide. Die Vulva umfasst das äußere weibliche Genitale. Der Gebärmutterhals unterliegt im Lauf des Lebens einigen Veränderungen, doch die Beschaffenheit der Schleimhaut macht ihn in jedem Alter zur möglichen Eintrittspforte für Papillomviren.
Wer ist gefährdet?
Spezielle Risikogruppen gibt es nicht – daher sollte jede Frau wirkungsvoll vorbeugen. Denn Papillomviren sind sehr weit verbreitet. Sie werden durch Haut- und Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr, übertragen. So infizieren sich im Laufe ihres Lebens mehr als zwei Drittel aller Frauen mit diesen Viren.
Wie kann ich mich schützen?
Seit neustem gibt es einen Impfstoff der vor humanen Papillomviren schützt. Diese sind für ca. drei viertel der Gebärmutterhalskrebsarten, seinen Vorstufen sowie vor Genitalwarzen hauptverantwortlich. Sinnvollerweise sollte die Impfung, 3 Injektionen innerhalb 6 Monaten, vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen.
Da die Impfung nicht vor allen humanen Papillomviren-Typen schützt, empfiehlt es sich für junge Menschen auch weiterhin Kondome, zum Schutz auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, zu benutzen.
Mehr Sicherheit durch Impfung und Vorsorge-Untersuchung
Zudem gibt es auch andere Virustypen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Deshalb muss die Krebsvorsorgeuntersuchung bei Ihrem Arzt weiterhin regelmäßig erfolgen, um auch andere schwere Erkrankungen wie z.B. Brustkrebs oder Eierstockkrebs rechtzeitig zu erkennen.
Rechtzeitig geimpft – besser geschützt
Den besten Schutz bietet die HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Daher hat die ständige Impfkommission die Impfung für Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen dem 12. und dem vollendeten 17. Lebensjahr empfohlen. Aber auch Mädchen und Frauen außerhalb dieser Altersbegrenzung können von der Impfung gegen HPV profitieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Vorbeugung.

